Vom apt

Die Linux Distribution Debian ist bekannt für ihre Stabilität. Alle Pakete sind relativ alt.
PHP7.0 gibt's zum Beispiel noch gar nicht.

Für PHP7 ist dann selbst kompilieren, oder auf unstable gehen, die Prämisse. Wenngleich ersteres einfach klingt, meist ist selbst kompilieren zu zeitaufwendig - und wer macht dann schon manuell Updates? Mit dem ganzes System auf unstable gehen, mit meinem System, passiert das sicher nicht.


Bugs im Google Chrome Chromium-Browser. Im Debian Manual wird ausdrücklich empfohlen, für Sicherheit und Stabilität, auf stable zu bleiben. Bugs im Kernel werden zuerst in stable über Debian-Security gefixt. Testing kann sehr lange ungefixt bleiben, da Versionen in unstable zuerst einige Tage bugfrei sein müssen, um nach testing aufzusteigen.

System zerstören oder ungepatchte Pakete in Kauf nehmen? Gut, mann kann sein System auch zuerst nur leicht destabilisieren, apt bietet nämlich die Möglichkeit, Pakete aus mehreren Releases zu beziehen.
Siehe dazu man apt-preferences.

nano /etc/apt/sources.list
deb http://mirror.1und1.de/debian/ jessie main contrib non-free
deb http://mirror.1und1.de/debian/ unstable main contrib non-free
deb http://security.debian.org/ jessie/updates main contrib non-free


Ich möchte stable folgen, bei Bedarf unstable nutzen:
nano /etc/apt/preferences
Package: *
Pin: release a=stable
Pin-Priority: 900

Package: *
Pin: release a=unstable
Pin-Priority: 500

Anbei eine deutsche Quelle.

Sollte es ungelöste Abhängigkeiten geben, hilft der -t Switch weiter:
apt install -t unstable package1 package2

Abschließend bleibt nur zu sagen, ein inkonsistentes System bleibt ein inkonsistentes System.

Linux

223 Words

2016-01-26