Flammkuchen vegan

Vegan Kochen. Die letzten Wochen bestanden mehr oder weniger aus

  • Reiskocher an
  • Kidneybohnendose / Falafelpackung
  • gestückelte Tomaten Dose auf
  • alles auf einen Teller drauf, 2min Mikrowelle damit Bohnen und Soße warm werden
  • Salz, Pfeffer

Oder nichts von alledem, Vollkorntoast mit Humus. 3 Minuten Zeitaufwand.

Ich wurde satt. Genuss ist es keiner, ohne Frage. Dafür schön billig und nur eine viertelstunde Zeitaufwand. Auf Dauer wurde mir das aber zu langweilig, glücklicherweise hatte ich noch ein veganes Kochbuch von Attila Hildmann. “Vegan for Youth”. Beim Anschauen des Kochbuchs läuft einem schon das Wasser im Mund zusammen, sieht einfach alles zum Anbeißen lecker aus.

Wenn man mal so weit ist, dass man sich einen eigenen Koch anstellen kann, und sich vegan ernähren möchte, dann sind seine Kochbücher die erste Wahl. Für den Alltag leider absolut realitätsfern. Zutaten für 20€, die es im Supermarkt oft nicht gibt, dazu zwei Stunden in der Küche stehen - und am Ende hat man einen Haufen Matsch vor sich.

Gekocht wird bei mir pragmatisch, Essen muss bei mir in maximal einer halben Stunde zubereitbar sein, alles darüber finde ich für den Alltag unzumutbar.

Eine Mikrowelle mit Backfunktion besitze ich noch nicht, aber zum Backen steht ja noch der Backofen bereit.

Flammkuchen ohne Creme Fraiche, das geht nicht. Was tun? Ich stand da also im Biomarkt und habe nach einer veganen Quark Alternative gesucht. Von der Firma Alpro soll es veganen Quark geben, diese Marke wird jedoch vom Denn’s Biomarkt überhaupt nicht geführt. Was Sojamilch angeht, ist Alpro Soja für mich die einzigste Möglichkeit. Ansonsten kann man gleich Wasser nehmen.

Leider ziemlich teuer, der Quarkkersatz. Pseudokäse häte es selbstredend auch gegeben, nie wieder, mein letzter bestand zu 99% aus Fett mit 1% Farbstoff.

Sojacuisine = Sahne Ich habe den Sojaquark vorsichtig mit einem Teil Sojasahne vermengt, bis es eine für mich ansprechende Konsistenz aufwieß. Muss ich mir auf jeden Fall merken, für die nächste Dönersoße. Später hab ich mir sagen lassen, dass die Sojacuisine ausreicht, es soll sich dann zwar ein kleiner See auf dem Teig bilden, aber gut schmecken. Mit etwas unter einem Euro geht sie auch nicht so sehr ins Geld.

Soweit, so gut. Beim Teig handelt es sich um fertigen Pizzateig. Diesen einfach ausrollen und nicht zerschneiden.

Darauf wird mit einem Löffel der zuvor kreierte Sojaschmand verteilt, mit der gewölbten Unterseite des Löffels kann es gleichmäßig auf dem Teig verteilt werden.

Anschließend werden weitere Zutaten darauf gestreut, unter anderem * Tomaten * Zwiebeln * Schnittlauch * Räuchertofu * schwarze Oliven

Bei 250° in den Ofen, guten Appetit!