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Sonntag, 31 Juli 2016 in Hardware
HTPC unter 200 Euro
Ob als Mediacenter fürs Wohnzimmer, zum Steam-Streaming, Server, oder als schlanker Office PC, ein HTPC kann vielfältige Aufgaben erfüllen.
Warum keinen RaspberryPi benutzen?

  • lahm
  • 1GB RAM
  • ARM, d.h. i386/amd64 Treiber laufen nicht
  • experimenteller Grafiktreiber
  • keine AES Hardwarebeschleunigung
  • kein Chromium / Google Chrome verfügbar unter ARM!
  • kein Flashplayer für ARM!


Den RaspberryPi 2 / BananaPi in irgend einer Art und Weise mit Desktopumgebung zu nutzen, war grauenhaft. Das Teil ist einfach zu langsam.
Als NAS/Server/Entry-Point ins Heimnetzwerk sicherlich gut geeignet, dank geringstem Stromverbrauch steht dem Dauerbetrieb nichts im Wege.

Da zahle ich lieber 2-3x so viel für die Hardware und habe nachher auch was benutzbares.
Es muss ganz klar AMD sein, da billig. Wo bekomme ich sonst CPU und Motherboard unter 75€? Nicht bei Intel.

Hier meine Teile:





































Bauteil Preis
CPU AMD Athlon 5350 4x 2.05GHz
So.AM1 BOX
36,85
DDR3 4GB (1x 4096MB) Crucial
CT51264BA160BJ DDR3-1600 DIMM
CL11 Single
14,94
Z!MB Asus AM1I-A SoC So.AM1 Single
Channel DDR3 Mini-ITX Retail
33,28
GEHL 50x50x10mm Noiseblocker
NB-BlackSilentFan XS1 3000 U/min 16.3
dB(A) schwarz
7,90
Chieftec Compact IX-03B Mini Gehäuse, 85W externes Netzteil
65,93
Kingston SSD Now 32GB
(ebay HongKong)
17,69


Beim RAM habe ich mich gleich für 8 GB entschieden.


Beim Gehäuse, dem Chieftec IX-03B, handelt es sich um ein Mini-ITX Gehäuse. Mini-ITX ist noch relativ neu (und teuer), zudem ist die Auswahl bei den Gehäusen sehr viel beschränkter. Kompakter geht es jeodch nicht. Mit 220mm x 197mm x 63mm ist es kleiner als so mancher DVD-Player oder Sat/Kabel-Receiver.
Netzteil liegt daneben, ein Netzteil-Block wie man es von Notebooks kennt.
Ich rate jedem, der sich für Mini-ITX entscheidet, sich vorher nach einer Anleitung umzuschauen, bei dieser Größe muss nämlich jedes Teil passen!
Mir diente dieser Artikel als Anleitung.


CPU und Lüfter sollten, bevor das Case auch nur angefasst wird, auf dem Mainboard montiert werden. Der schmalere Lüfter von Noiseblocker ist zwingend erforderlich. Später sieht man auch, warum.

Im hinteren Teil ist die DC-DC Wandlerplatine zu sehen. Die Rückseite habe ich noch sicherheitshalber mit Isolierband abgeklebt, die mitgeliferten Abstandshalter fand ich nicht so sehr vertrauenserweckend.

Beim Einbau des Mainboards bin ich fast verzweifelt. Es werden standardmäßig Abstandshalter mitgeliefert, die man aber bei diesem Case nicht benötigt. Ich hatte sie mit eingebaut, und mich gewundert, dass das Mainboard einfach nicht rein geht.


Einsetzen des RAMs.


Beim Anschluss des 24poligen ATX-Stromsteckers muss zuerst das Mainboard, danach die DC-DC Wandlerplatine angeschlossen werden.
Kabelmanagement? Nein.
Platz? Nein.
Ich frage mich, wie man an dieser Stelle noch eine 2. HDD unterbringen möchte, die zusammengebundenen Stromkabel befinden sich nämlich mindestens auf der Höhe des CPU-Lüfter.


Kabelmanagement, Kabelmanagement. Gehäuselüfter kann man sich gleich ganz sparen bei der Luftzirkulation.
ATX-Stromstecker biegt sich ja jetzt schon durch.


Der spannendste Teil: Einsatz der HDD/SSD. Diese werden verkehrt herum unter einem Blech befestigt. Höhe maximal 7mm!


So sieht es eingebaut aus.


Eines muss man dem Gehäuse lassen, es fügt sich sehr elegant ins Wohnzimmer ein. Selbst bei Vollast ist es nahezu unhörbar, was zum Teil auch der gut einstellbaren Lüftersteuerung im BIOS zu danken ist.

Fertig?
Nein!
Nach ein paar Tagen traten schon die ersten Probleme auf.
CPU FAN ERROR beim Booten, und eben kein Boot.
Stellte ich das Gehäuse in senkrechter Position auf, hörte ich Schleifgeräusche.


Was soll ich dazu noch sagen? Kompaktes Gehäuse. Die Lüfterblätter stehen ganz leicht über den Rand über, was ein Schleifgeräusch verursachte. An diesem Punkt irgend etwas zurückzusenden, kam auf keinen Fall in Frage.


Die Lösung: Filz.


Wieder verschraubt.


Nachgemessene Leistungsaufnahme:
Standby 2 Watt, Idle 14 Watt und Vollast 27 Watt. USB Slots sind auch im ausgeschalteten Zustand immer aktiv. WakeOnLan wird auch noch etwas kosten.

Fazit:
In Google Chrome laufen 1080p Videos flüssig, in Firefox 45-ESR nicht. Aber wen interessiert schon Firefox?
Die "Kabini"-APU (CPU mit Grafikeinheit) von AMD bietet wirklich ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis. Eingeführt 2014; AFAIK wird diese Serie leider nicht fortgeführt.

Das Gehäuse ist sehr kompakt, nochmal antun würde ich mir den Zusammenbau aber nicht.
Wer den Platz hat, mit Micro-ATX fährt man besser.
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