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Sonntag, 19 November 2017 in Linux
Zweigleisige Backupstrategie: Borg & dd
Das Ubuntu 16.04 LTS Desktop bootet nicht mehr.

Erstmal GRML booten um fsck zu machen, habe ja schließlich alles auf LVM mit Snapshots.
Doch was ist das?
Er meldet, dass er NILFS2 nicht mounten kann.
NILFS2 - was bitte ist das? Warum kann man nicht einfach mal Standards nehmen, X Server und eben das EXT4-Dateisystem?

Auf einer Mailingliste von 2016 fand ich dann:

[...] no promise about
recovering corrupted NILFS2 volume. We haven't any tools for it. But if
you are ready then you could implement such tool(s).

Jawoll! Da hätte man auch gleich mit FAT16 formatieren können.

Die Systemplatte hat nur 32 GB, das letzte Image leider von Anfang des Jahres.
Per dd zurückgespielt.
Aber immerhin bootet er schon mal wieder.
Als aller aller erstes, unattended-ugprades entfernt, sowie alle automatischen Updates deaktiviert. (Man muss die DAUs vor sich selbst schützen - Strom aus während Update? Kaputt!)

Nun verwende ich schon seit einigen Monaten borg-backup, was ich als richtige Backuplösung betrachte, anders als noch vor zwei Jahren,
Backup unter Linux - dckg.net
dort reichte mir rsync.

Mit Borg-Backup kann man in der Zeit zurückgehen, optionale clientseitige Verschlüsselung sowie Deduplizierung der Daten, bedeutet, verschiebe ich eine Ordner, so kennt es die Dateien darin schon und muss anders als z.B. rsnapshot nicht alles erneut hochladen.
Nachteil: Das KISS-Prinzip wird missachtet, man kommt ausschließlich nur noch mit borg an die Daten ran.

Was richtig cool ist, man kann Archive loop-mounten, also wie mit sshfs / FUSE die Archivinhalte direkt lokal unter einem Ordner einbinden, um schnell und einfach an einen früheren Versionsstand zu kommen.

Weiter geht es mit dem Restore: Backupsoftware richtet man in der Regel nur einmal ein, set and forget, und beschäftigt sich damit nie wieder, so sollte es auch sein.
Selbst nach Monaten ist borg schnell installiert, ssh Keys wieder hinzugefügt, nach einer Viertelstunde in der Doku hatte ich meine Archive aufgelistet und mir den Befehl zum entpacken zusammengebastelt, borg extract direkt auf root /. Leider ohne Fortschrittsanzeige, zumindest was das Paket in der Distribution angeht. Reboot und alles wieder da.

Abschließend bleibt zu sagen, ich installier' wohl nächstes mal wieder Debian per Skript:
dckg/db_gpt: Debootstrap minimal Debian system on GPT with LVM, RAID, EFI, LUKS, full disk encryption, pre-boot authentication..
Dauert die Konfiguration länger, aber ich weiß genau, was es macht.
Oder "normales" Debian per netinstall-Installer.

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