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Montag, 30 Juli 2018 in Apple, Hardware
Erste Schritte mit macOS
Ich bin nun nach langer Zeit bei Apple MacOS mit dem MacBook Pro 15" (MR932D/A) aus 2018 angekommen.
Privat möchte ich auf dem Desktop nämlich ein stabiles, modernes, kommerziell mit Treibern unterstütztes, POSIX-compliant Betriebssystem, ohne Administrationsaufwand.
MacOS ist das DAU-System schlechthin, dabei ist es auch noch UNIX-zertifiziert.

Kaufberatung zum MacBook erfolgt am Ende des Blogposts


Selbstverständlich ist die Software optimal an die Hardware angepasst, alles aus einer Hand.
Für den DAU ist alles kinderleicht zu bedienen, möchte man beispielsweise ein neues Programm installieren, geht das (selten) aus dem App-Store oder über einen Download von einer Webseite.
Die Programmdatei zieht man einfach in den Applications Ordner, man gibt sein Passwort ein und es ist installiert. Möchte man es löschen, zieht man es vom Launchpad (aka. Startmenü) einfach in den Papierkorb.
Keine ewig langen Installer, die einem Malware unterschieben wollen.
Keine Zwangsupdates, kein Microsoft, dass meinen PC jetzt erstmal 2 Stunden für mich vorbereiten möchte oder mir ein Popup im Hintergrund öffnet, dass mein Rechner gleich neu gestartet wird.
Keine Drucker- oder WLAN-Treiber Probleme mehr...

Eine klassische Maus wird man auch nicht mehr nutzen wollen, das Multitouch-Trackpad mit der Gestensteuerung ist wirklich hervorragend umgesetzt. Also für Leute, die sich fragen, ob sie nun Rechts oder Links klicken müssen, das erübrigt sich mit einem Macbook.

Ab hier geht's bis zur Kaufberatung weiter mit den technischen Details.

Von Linux kommend, ähnelt natürlich alles stark dem GNOME-Desktop 😅.
Virtuelle Desktops gibt es über die "Mission Control", FN + F3.
Ab GNOME 3? / KDE 4? / Windows 7 ist man es ja gewohnt, zwei Fenster exakt nebeneinander in der Split-Ansicht anzeigen zu können. Dies ist hier extremst umständlich, Tastenkombinationen gibt es keine.
Mit der Installation des OpenSource-Programms Spectacle kann man die Fenster direkt wie in KDE per Tastenkombination auf dem Dekstop verteilen. (Danke an ®️🍏 für die Empfehlung).
Die Einfachheit von GNOME und Funktionalität von KDE kombiniert, an dieser Stelle war ich dann zufrieden mit meinem Desktop.

Tastenkombinationen

Wie komme ich ins Terminal? - Die erste Frage, die ich mir bei jeder neuen Tastatur stelle.

  • Terminal öffen : CMD + SPACE, Terminal eingeben
  • Pipe | : ALT + 7
  • Backslash \ : Shift + ALT + 7
  • Tilde ~ : ALT + N
  • @ Zeichen : ALT + L (CMD+Q schließt nämlich das aktuelle Fenster)
  • [] Klammern : ALT + 5, ALT + 6
  • {} : ALT + 8, ALT + 9
  • Taskmanager : CMD + ALT + ESC
  • Pos1/Ende : FN + Curosr links, FN + Cursor rechts
  • BildAuf/BildAb : FN + Cursor auf, FN + Cursor ab - oder CMD statt FN
  • Ctrl + CMD + F : Toggle Fullscreen
  • FN + Delete : löscht das Zeichen vor dem Cursor
  • CMD + Pfeil Hoch/Runter : Navigation im Finder durch Ordnerstruktur.
  • CTRL + Pfeil runter : Zeige aktive Fenster dieses Programms
    Alt ist die Option Taste.
    Für den Poweruser gibt es im Grunde genommen 55 Ebenen auf der Tastatur, FN CTRL, ALT, CMD, SHIFT.

Paketmanager

Ich habe mich für MacPorts entschieden anstatt für Homebrew, weil MacPorts seine Dependencies unabhängig vom OS aus aufbaut (und auch nach einem MacOS Update noch funktioniert).
Mit 12 Kernen macht das Bauen lassen vom Source auch wirklich Spaß.
GNU Coreutils, für z.B. gnproc (statt nproc), gsha256sum statt (sha256sum) etc...
Ein neueres rsync würde ich auch anraten zu installieren. FUSE für OSX für sshfs gibt es im Paket osxfuse.

Sicherheit

Mit dem T2-Coprozessor inkl. eigener AES Hardware ist alles auf der SSD absolut immer verschlüsselt.
Um die Daten mit seinem Anmeldepasswort zu verschlüsseln muss lediglich ein Schalter umgelegt werden, der T2 wird wohl nicht mehr als den Masterkey mit der eigenen Passphrase kodieren, ergo ist sofort ohne Verzögerung verschlüsselt.
Kein langwieriges formatieren oder in-place verschlüsseln notwendig.

Da das alles noch sehr neu ist, gibt es leider noch keinen Audit bzw. allgemein wenig Infos, es ließt sich aber schonmal ähnlich wie die Hardware(!)-Verschlüsselung im iPhone, einzig die Selbstzerstörung nach X fehlgeschlagenen Versuchen fehlt noch.

diskutil apfs list

Liefert eine Übersicht aller Volumes mit deren Verschlüsselungsstatus.

Backup - Extended Attributes

Die mitgelieferte rsync Version war bei mir noch kleiner 3, was geringfügigen Datenverlust zur Folge hätte, da noch keine xattr unterstützt werden.

rsync --version | grep xattr

Man beachte hier das @-Symbol auch in der Ausgabe.

david@Davids-MBP ~ % ls -l Downloads/gimp-2.10.4-x86_64.dmg  
-rw-r--r--@ 1 david staff 181065819 Jul 30 07:49 Downloads/gimp-2.10.4-x86_64.dmg
david@Davids-MBP ~ % ls -l@ Downloads/gimp-2.10.4-x86_64.dmg
-rw-r--r--@ 1 david staff 181065819 Jul 30 07:49 Downloads/gimp-2.10.4-x86_64.dmg
    com.apple.diskimages.fsck     20
    com.apple.diskimages.recentcksum     80
    com.apple.lastuseddate#PS     16
    com.apple.metadata:kMDItemDownloadedDate     53
    com.apple.metadata:kMDItemWhereFroms     173
    com.apple.quarantine     57
david@Davids-MBP ~ % xattr -l Downloads/gimp-2.10.4-x86_64.dmg
com.apple.diskimages.fsck:
00000000 68 E4 F7 8F 27 65 02 DB E7 8D 19 E5 D0 A8 39 1E |h...'e........9.|
00000010 F6 32 E6 6C |.2.l|
00000014
[...]
com.apple.metadata:kMDItemWhereFroms:
00000000 62 70 6C 69 73 74 30 30 A2 01 02 5F 10 5A 68 74 |bplist00..._.Zht|
00000010 74 70 73 3A 2F 2F 77 77 77 2E 6D 69 72 72 6F 72 |tps://www.mirror|
00000020 73 65 72 76 69 63 65 2E 6F 72 67 2F 73 69 74 65 |service.org/site|
00000030 73 2F 66 74 70 2E 67 69 6D 70 2E 6F 72 67 2F 70 |s/ftp.gimp.org/p|
00000040 75 62 2F 67 69 6D 70 2F 76 32 2E 31 30 2F 6F 73 |ub/gimp/v2.10/os|
00000050 78 2F 67 69 6D 70 2D 32 2E 31 30 2E 34 2D 78 38 |x/gimp-2.10.4-x8|
00000060 36 5F 36 34 2E 64 6D 67 5F 10 1F 68 74 74 70 73 |6_64.dmg_..https|
00000070 3A 2F 2F 77 77 77 2E 67 69 6D 70 2E 6F 72 67 2F |://www.gimp.org/|
00000080 64 6F 77 6E 6C 6F 61 64 73 2F 08 0B 68 00 00 00 |downloads/..h...|
00000090 00 00 00 01 01 00 00 00 00 00 00 00 03 00 00 00 |................|
000000A0 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 00 8A |.............|
000000ad
[...]

Bei diesem heruntergeladenem Programm hängt unter anderem an den Extended Attributes im Dateisystem die Downloadquelle mit dran.
Mit dem Finder können Dateien nach Kategorien getaggt werden, diese Informationen wären bei einem alten rsync, rsync ohne -AX oder bei Kopie auf ein inkompatibles Dateisystem (FAT z.B.) verloren.
Viele Synchronizations-/Backup Programme beachten die xattr nicht, darunter auch Syncthing. (Dazu sollte man unbedingt in den verwendeten Programmen nachlesen).

Interoperabilität

Möchte man physische Volumes mit anderen Systemen nutzen, so sollte man das Dateisystem exFat nutzen, da es alle gängigen Systeme, Mac, Windows, Linux, unterstützen. Für Block-Level Verschlüsselung empfiehlt sich VeraCrypt, das auch plattformunabhängig ist.

Dongle Hell

USB-C Hubs und der gleichen würde ich direkt im Laden ausprobieren, ob Power Delivery etc. funktioniert, ich musste da leider schon meine erste Retoure zu Amazon veranlassen. Dongle kosten ca. ab 80€.
Ein Dongle ohne Kabel, der direkt ans MacBook eingesteckt wird, wäre mir zu riskant, dass das Macbook beschädigt wird.

Kaufberatung

Die alten Macbooks (2015...) sind zu alt und danach kommt erstmal nur Müll: Das Butterfly Keyboard. Erst mit den aktualisierten TouchBar Modellen aus 2018 wurde der Fehler mit dem Butterfly Keyboard 3.0 augenscheinlich behoben:
MacBook Pro 2018 Initial Findings: Keyboard Design Cover-Up? - youtube.com

Das MacBook Air ist hoffnungslos veraltet, etwas weniger schlimm ist es beim 12" MacBook, mit dem man am portabelsten ist.
DualCore im 13" bzw. DualCore + 8 GB RAM in 2018 geht gar nicht, die aktualisierten 13"er gehen ab 2k€ los, mit 16 GB RAM sind es noch einmal ca. 250€ mehr.
Das 15" er startet bei 2,8k€.
Man kann hier also gleich die 500€ Differenz hinlegen und sich ein 15" mit dedizierter GPU zulegen.
Das 12" geht ab 1,5k€ los, man kann nur hoffen, dass es auch noch mit QuadCore aktualisiert wird.

Ich würde entweder das MacBook ohne Pro 12" empfehlen (mit QuadCore/nach Aktualiserung Modellreihe), falls man es viel unterwegs nutzen möchte, für Office etc, das 15"er eher für den stationären Einsatz und anspruchsvollere Aufgaben.

In Anbetracht der Preisunterschiede vom hochgezüchteten 13" zum Basis 15", sowie fehlender GPU, sehe ich den Sinn hinter einer Anschaffung des 13" Geräts derzeit nicht.

Touchbar

Die Touchbar kann so eingestellt werden, dass sie nur die normalen F-Tasten anzeigt und sich wie eine Tastatur statt einer Diskothek verhält.

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